Kerner
Rieslingähnlich mit Muskatnote. Besonders schön edelsüß.Kerner ist der Wein, den ich ausschenke, wenn jemand sagt: „Ich mag Riesling, aber heute darf es etwas weicher sein.“ Dieselbe lebendige Säure, dazu ein feiner Muskatton und etwas mehr Fülle.
Richtig groß wird er als edelsüßer Wein. Eine gut gemachte Auslese aus Kerner gehört für mich zu den unterbewerteten Schätzen des deutschen Weinbaus – und kostet einen Bruchteil dessen, was Vergleichbares aus anderen Sorten aufruft.
Kerner zeigt seine Vielseitigkeit von feinherb bis edelsüß: Mit etwas Restsüße wirkt seine Säure besonders harmonisch, während der Muskatton klar erhalten bleibt.
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Häufige Fragen
Die Sorte ist nach Justinus Kerner benannt, einem Arzt und Dichter aus Weinsberg, der unter anderem Trinklieder verfasst hat. Gezüchtet wurde sie dort aus Trollinger und Riesling.
Kerner hat eine ähnlich lebendige Säure, dazu aber einen feinen Muskatton und etwas mehr Körper. Er wirkt insgesamt weicher und weniger zugespitzt als ein Riesling aus vergleichbarer Lage.
Zwischen 8 und 10 Grad. Edelsüße Varianten dürfen etwas kühler serviert werden, damit die Süße nicht zu breit wirkt.
Trockene Weine zwei bis drei Jahre. Edelsüße Auslesen halten dagegen Jahrzehnte und gewinnen dabei deutlich an Tiefe. Liegend lagern, kühl und dunkel.
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